Methoden der Psychotherapie

Individualpsychologisches Denken basiert auf der Annahme unbewusster Prozesse, die grundlegend das bewusste Erleben und Handeln eines Menschen bestimmen. Die besondere Aufmerksamkeit der Individualpsychologie gilt der Position des Einzelnen innerhalb seiner sozialen Umgebung und den Fähigkeiten, Beziehungen zu gestalten.
Individualpsychologie versucht die unbewusste Bedeutung von Krankheits- und Leidenszuständen zu verstehen und Klienten zu helfen, neue Erlebnis-, Entscheidungs- und Handlungsspielräume zu finden.

Das Feld der Psychoanalyse ist das Unbewusste, genauer: die Erforschung der Schicksale von unbewussten Triebregungen, von Ursprüngen und späteren Ausgestaltungen des sexuellen, erotischen Begehrens. Die psychoanalytische Behandlung zielt nicht primär auf bloße Rückführung aktueller Symptome, Konflikte etc. auf belastende, beschämende Kindheitserlebnisse. Vielmehr geht es um ein komplexes, körperlich und seelisch bedeutsames Beziehungsgeschehen zwischen Analytiker_in und Analysand_in, das sich allmählich entwickelt.

Transference-Focused-Psychotherapy (TFP) – Übertragungsfokussierte Psychotherapie
TFP ist ein eigenständiges und störungsorientiertes psychodynamisches Psychotherapieverfahren zur Behandlung von Borderline-Pathologien und anderen Persönlichkeitsstörungen. Es wurde in den vergangenen 30 Jahren auf der Basis der theoretischen und therapeutischen Konzepte von Otto F. Kernberg und seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen am Personality Disorders Institute in New York entwickelt und auf seine Wirksamkeit hin empirisch überprüft.
Ziel ist es, mit Hilfe der TFP-Therapie nicht nur eine Veränderung auf Symptomebene herbeizuführen, sondern auch die der jeweiligen Symptomatik zugrundeliegende Persönlichkeitsstruktur und damit auch die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.